Erste Hilfe: Änderungen ab 1. April 2015

Köln (ASB) – Die Erste-Hilfe-Ausbildung in Deutschland wird geändert. Ab dem 1. April 2015 verkürzt sich die Ausbildung von 16 auf 9 Unterrichtseinheiten. Betroffen seien die Erste-Hilfe-Grundausbildung und die Schulung für betriebliche Ersthelfer, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit.
Um eine Unterrichtsstunde verlängert wird hingegen der Auffrischungskurs. Er umfasst künftig ebenfalls neun Unterrichtseinheiten.
„Die Änderungen werden massive Konsequenzen für die Erste Hilfe haben“, betont ASB-Bundesarzt Dr. Georg Scholz. „Die Kürzung der Erste-Hilfe-Ausbildung von zwei auf einen Unterrichtstag führt hoffentlich dazu, dass mehr Menschen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen werden.“
Hintergrund der Kürzung ist, dass viele Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung im Laufe der Jahre vereinfacht wurden. Außerdem hätten wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Kursteilnehmer nachhaltiger Erste Hilfe lernten, wenn sich die Kurse auf die Vermittlung wesentlicher Inhalte beschränken würden, teilte der ASB mit.

Die neue Erste-Hilfe-Ausbildung startet deshalb ab dem 1. April 2015 in abgespeckter Form. Erhalten bleiben auf jeden Fall die Wiederbelebung, die Wundversorgung und das Einsetzen des Automatisierten Externen Defibrillators (AED).

Unklar ist noch, ob auch der Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ für Führerscheinanwärter von der Änderung betroffen sein wird. „Wir gehen aber davon aus, dass er wie die anderen Kurse auf neun Unterrichtsstunden angepasst wird“, sagt ASB-Bundesarzt Dr. Georg Scholz. „Abgesehen vom Auffrischungskurs gäbe es dann einen Kurs für alle.“ Über den Umfang des Kurses wird das Bundesverkehrsministerium voraussichtlich Anfang Januar 2015 entscheiden.
Herzsicheres Wohnen, ein Update
Seit Einführung in den Niederlanden, ist Herzsicheres Wohnen in 56 Städten über die Rettungsleitstelle eingebunden. Darüber hinaus gibt es mittlerweile 80.000 registrierte freiwillige Helfer und mehr als 9.000 angeschlossene Defibrillatoren. In Bereichen, in denen Herzsicheres Wohnen integriert ist, konnte die Überlebenschance nach Herz-Kreislaufstillstand von 10% nach 20% erhöht werden. Das bedeutet, dass zweimal so viel Menschen diesen Notfall überleben!
Nach dem Erfolg in den Niederlanden, ist es Zeit nun auch in Deutschland Herzsicheres Wohnen zu integrieren.
Einen Überblick wie Herzsicheres Wohnen funktioniert und warum es so wichtig ist, sehen sie in diesem Video.
Neuer AED schützt Kleingärtnerverein Kleefeld in Wuppertal!

Der Kleingärtnerverein Kleefeld hat mit Unterstützung der Vereinsmitglieder, der Sparkasse Wuppertal und der Bezirksvertretung Barmen einen AED anschaffen können. Detlef Horn, mittlerweile 1. Vorsitzender, hatte schon lange die Idee, die Kleingartenanlage "herzsicher" zu machen. Tolles Engagement!

Quelle: Wuppertaler Rundschau, 13. Februar 2013

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WDR dreht einen Bericht über die Bürgerinitiative "Mein Herz schlägt für AED." in Wuppertal
Die Lokalredaktion vom WDR-Studio Bergisch-Land in Wuppertal schickte ein Kamerateam ins Barmer Rathaus, um dort vor einem öffentlich angebrachten Defibrillator einen kurzen Bericht über die Initiative zu drehen.
Der genaue Sendetermin steht nun fest: Donnerstag, 30. Juli 19.30 Lokalzeit Bergisch Land.
Sie haben es verpaßt? In der WDR Mediathek finden Sie den online Mitschnitt:
Neuer Flyer und Taschenkarte!
Ab sofort gibt es von der Initiative einen Informationsflyer mit Hintergrundinformationen zum Thema Defibrillator und dessen Einsatzmöglichkeiten und zusätzlich eine kleine Taschenkarte mit den wichtigsten Abläufen beim Auffinden einer hilflosen Person. Ideal für die Geldbörse!
Ab Ende August werden beide Materialien an verschiedenen Stellen in Wuppertal ausliegen.
Laden Sie sich die Informationen einfach als File herunter (Klick auf Bild):
Durch Einsatz eines Laien-Defibrillators wird ein Mensch im Lipper Land gerettet
aus: Lippische Landeszeitung, Detmold, vom 26.Juni 2009
Mit Schock zurück ins Leben
Defibrillator kam bei der Morgenfeier zum Einsatz - Schütze dankt seinen Lebensrettern
Lage/Detmold (co). Samstag vor einer Woche: Erwin Ockermann fährt auf dem Rad gegen 7 Uhr zum Marktplatz. Dort findet die Morgenfeier im Rahmen des Schützenfestes statt. Plötzlich wird ihm schlecht, er kippt um: Herzstillstand droht. Nur durch das beherzte Eingreifen zweier Menschen wird er gerettet - und dank eines
Defibrillators. Gestern Morgen im Klinikum Lippe-Detmold: Der 71-Jährige liegt auf der Kardiologie-Station von Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Tebbe. Dankbar schüttelt er die Hand seiner Lebensretterin. Annette Heel (26) hatte zusammen mit ihrem Bruder Peter Erste Hilfe geleistet. "Ich habe die Blaufärbung des Gesichts gesehen und keinen Puls mehr gefühlt. Wir haben uns in die Augen gesehen und dann mit der Herzdruckmassage angefangen", erzählt die Arzthelferin. Sie war als Mitglied des Spielmannszuges der Feuerwehr bei der Feier.
Die entscheidende Rettung brachte ein Defibrillator, der im frei zugänglichen Eingangsbereich der Sparkasse
Detmold hängt. "Nur so konnte Erwin Ockermann überleben", ist Apotheker Dr. Karsten Stolz überzeugt, der
ebenfalls Hilfe leistete. Das Gerät ist für Laien gedacht und erklärt den Gebrauch mit einer Stimme. Ein
Elektroschock wird nur ausgelöst, wenn entsprechende Körperwerte gemessen werden.
"Es ist ein Rennen gegen die Zeit", resümiert Chefarzt Dr. Ulrich Tebbe. Nach nur zehn Minuten könne es bereits zu spät sein. "Von 100 Patienten überleben maximal 10 mit geringen Schäden." Weil nur wenige Menschen das Glück haben, in der Nähe eines Defibrillators einen Herzstillstand zu bekommen, sterben laut Tebbe jährlich mehr als 100 000 Menschen daran. "Nicht der Herzinfarkt bringt den Menschen um, sondern das
Herzkammerflimmern", präzisiert der Chefarzt. Im Übrigen seit laut neueren Erkenntnissen nicht eine Mund-zu-
Mund-Beatmung entscheidend, sondern die Druckmassage.
Erwin Ockermann hat trotz der Vorerkrankung eines Blutgefäßes gute Chancen, keinen Herzstillstand mehr zu
bekommen. Die Ärzte prüfen noch, ob ihm ein Schocker unter die Haut gesetzt werden muss, der im Bedarfsfall
einen Elektroschock auslöst. "Gut, dass es so ein Ding gibt", ist der 71-jährige nicht mehr aktive Schützenoffizier über seine Rettung erleichtert. "Die Rettung war wirklich eine Wucht. Ihr Team hat tolle Arbeit geleistet", dankte er auch Tebbe und Oberarzt Dr. Dirk Härtel. Ockermann musste nicht operiert werden. Die Durchblutungsstörung wurde mit einem "Stent" behoben. Weitere Defibrillatoren haben in Lage Bürgerbüro, Lippische Landesbrandversicherung, Marktkauf, Westtor-Apotheke und Volksbank.
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